Ahnenforschung Hastrich
1385 - 2020



Die zusammengetragenen Daten beruhen auf den Informationen von Geburts-, Heirats-, und Sterbeeinträgen. Quellen sind Kopien von Standesämtern (z.B. Essen, Ulmen, Mayen, Neuwied, Asbach), von Archiven (z.B. Diözesanarchiv Limburg/Lahn, Bistumsarchiv Trier, Landeshauptarchiv Koblenz, Personenstandsarchiv Brühl), Stadtarchive Essen, Frankenthal, Neustadt a.d. Weinstrasse), Internetrecherchen (Austausch mit anderen Forschern), Ortsfamilienbüchern (z.B. Asbach, Alflen, Landkern/Illerich und Müllenbach/Masburg, Seligenstadt, Neuwied, Klotten, Weeze, Hönningen), Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde WGFF e.V., Stammbüchern aus Familienbesitz sowie Familienauskünften und weiteren familiären Dokumenten. Im Gastbereich werden nur die direkten Ahnen angezeigt, nicht die Geschwister. Die Jahresangabe 1385 bezieht sich nicht auf die Linie Hastrich!

HASTRICH

Die Kirchenbücher von Kölbingen werden derzeit ausgewertet. Es wird versucht, alle Hastrich's zu verbinden. Das ist leider kaum möglich. Anfragen werden gerne beantwortet.

Im Internet, z.B. in Foren oder bei ancestry, sind zahlreiche Personen oder Stammbäume von Hastrich's zu finden. So sind Hastrich's auch früh ausgewandert nach Amerika, später nach Holland und in andere Länder. Es gibt ebenfalls eine Quelle, in denen behauptet wird, die Hastrich's entstammen ursprünglich aus Holland und haben sich Ende des 16. Jahrhundert auf der Himburg (Rothenbach, Westerwald) niedergelassen. Dort erbauten sie 1696 das Haus Hastrich (auch als Stammhaus bezeichnet), welches heute noch existiert und auch bewohnt wird. Von dort, von Himburg, haben sich die Hastrich's verteilt nach Rothenbach, Brandscheid, Kölbingen oder Möllingen usw. Diese Aussage ist nicht korrekt.

Dem Verfasser liegen bisher keine Nachweise darüber vor, dass die Hastrich's, z.B. aus Glaubensgründen, aus Holland zugewandert sind. Hierfür wird auch keine Quelle angegeben. Weiterhin ließ sich die Familie auch nicht Ende des 16. Jahrhundert auf der Himburg nieder. HHStAW Bestand 106 Nr. 1006 dokumentiert, dass im Kirchspiel Salz bereits für das Jahr 1653 ein Hanß Hastrich und ein Thiell Hastrich aus Brandscheid! Abgaben in Höhe von einem Florint leisten (Mai- und Herbstbede 1653 im Bann Montabaur). Bei Hanß (Johann) Hastrich handelt es sich um den Stammvater. Thiell (Tillmann) ist sein ältester, lebender Sohn, welcher zu dieser Zeit bereits eine eigene Familie gegründet haben muss. Dieses wird durch die Kirchenbücher Kölbingen ab 1664 und der Volkszählung von 1666 (HHSTAW 116 Nr. 284) bestätigt. Nach dem dreißigjährigen Krieg gab es 1648 in Brandscheid keine Familie Hastrich, so dass sich diese vermutlich danach dort ansiedelten. Der Ursprung ist daher zuerst in Brandscheid.

Im Staatsarchiv Wiesbaden befindet sich eine Sachakte mit dem Titel "Bericht über Bezirk und Hoheit der Grafschaft Diez (Gerichte oder Kirchspiele Rotenhain, Höhn, Willmerod, Rennerod, Salz, Meudt, Hundsangen und Nentershausen)", HHStAW Bestand 171 Nr. D 608. Aus dem Jahre 1525 ist demnach eine Einwohnerliste erhalten geblieben. Daraus geht hervor, dass Familiennamen im heutigen Sinne nahezu unbekannt waren, mithin der dörfliche Ruf- oder Hausname niedergeschrieben wurde (vgl. auch Ortschronik Rothenbach). So gehörten zur Schönberger Heimgereide (oder auch Zech genannt, Gemeinschaftsverband) folgende Orte und Höfe: Hof Westert, Hof Witzelbach, Härtlingen, Elben, Rothenbach, Himburg, Pfeiffensterz, Brandscheid, Möllingen, Kölbingen, Fischbach und Berge. Demnach waren 51 Familien an diesen Orten wohnhaft. Die Personennamen als Leibeigene wurden ergänzt (falls zutreffend) mit dem Zusatz "mit Weib und Kind" sowie der Zugehörigkeit "Irmtraudisch, Westerburgisch, Brambachisch etc. Zur Sainscheider Heimgereide gehörten Sainscheid (8 Familien) sowie Wörsdorf und Mähren als zugehörige Dörfer. Leider konnte der Name Hastrich hier nicht identifiziert werden, obwohl angeblich der Name bei Sainscheid aufgeführt seien soll. Hier sind weitere Prüfungen notwendig, da die Schrift leider schlecht zu lesen ist.

Einen ersten Hinweis über die Hastrich's findet sich in der Türkensteuerliste für Orte der Grafschaft Diez von 1545 (HHSTAW 171 Nr. S 1183). Hier sind ebenfalls die Namenlisten erhalten geblieben, und unter Sainscheid findet sich der Name Heintz Hesterich. Da die Namen sich in den Jahrhunderten fast immer änderten (Hasterich, Hoestrig ...), aber Grundsätzlich gleichen Ursprungs sind, ist davon auszugehen, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Hastrich handelt. Es liegt also durchaus nahe, dass die Hastrichs auch 1525 bereits in Sainscheid wohnhaft waren.

In der Kurtrierischen Steuerliste 1663 (L11/1 Bd. 1 Nr. 12) findet sich ein Hans (Johann) Hastrich et uxor sowie ein Thiel Hastrich et uxor in Brandscheid. Ein Christ Hastrig u. sein Hausfrau taucht im Ort Mähren auf. Hier ist die Zuordnung leider nicht klar. Dieser Christ taucht später nicht mehr auf.

Ebenfalls erhalten geblieben ist eine Steuerliste Amt Montabaur 1702 (LHAKo 1E Nr. 1360), in der die Namen der Familien aufgeführt sind. Unter dem Ort Himburg ist kein Eintrag Hastrich zu finden, ebenfalls nicht unter Rothenbach, Pfeiffensterz oder Sainscheid. Hastrich ist aber unter Brandscheid zu finden. Es steht geschrieben: Thiel Hastrichß Wittb (als die Witwe von Thill, und das ist Eva), Hanß Gerhart Hastrich (Sohn von Johann), Theiß Hastrich (Sohn von Johann) und Wilhelm Hastrich (Sohn von Thiel).

Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Familie 1696 das Stammhaus auf der Himburg erbaut haben. Die Auswertung der Kirchenbücher von Kölbingen 1664-1818 lässt jedoch auch den Schluss zu, dass die Hastrich's dieses Haus nicht zwingend erbaut haben müssen, obwohl dort nachweislich viele Generationen wohnten. Die Kirchenbücher geben keinen Hinweis darauf, dass Hastrich's bereits um 1700 auf der Himburg wohnten (z.B. bei Einträgen von Geburten, wo in der Regel die Herkunft genannt wird). Die vorherigen Angaben unterstreichen diese Annahme.

Erst Georg (Jörg) Wilhelm Hastrich (*1.1.1758 Rothenbach) heiratet 1785 laut den Kirchenbüchern nach Himburg. Er und seine Frau Maria Catharina Wintersbach wohnten in der Himburg bis 1817, bis ihr Haus abbrannte, wo sie anschließend nach Brandscheid zu ihrer Tochter ziehen mussten. Der in der Ortschronik von Rothenbach genannte Matthias Hastrich (auf einem alten Photo von 1896 zu sehen) wird als Bewohner des Hauses Hastrich auf der Himburg beschrieben. Er ist einer von zwei Söhnen von Johann Hastrich. Dieser Johann (*13.12.1810) ist ebenfalls dort geboren, sein Vater Johann (*20.6.1781) entstammt aber aus Rothenbach, heiratet Anna Munsch von der Himburg. Dessen Vater widerum, Johann (*26.1.1755), kam aus Brandscheid und heiratete Anna Katharina Menges von Rothenbach. Auch Bischof Jean Hastrich aus Amerika, welcher 1964 das Stammhaus besuchte, entstammt einer Linie aus Brandscheid. Hierbei handelt es sich um den Weihbischof von Madison Jerome Joseph Hastrich *13.11.1914 Milwaukee +12.5.1995 Gallup, USA. Sein Vorfahre war Joseph Hastrich *22.6.1787 in Brandscheid.

Nach der bisherigen Auswertung heiratet ein Johann Hastrich (*16.2.1684) von Brandscheid eine Anna Maria aus Rothenbach und bildet damit die Linie nach Rothenbach. Himburg und Rothenbach sind nach der Ortschronik von Rothenbach gemeinsam bei Grenzstreitigkeiten Anfang des 18. Jahrhunderts mit Wölferlingen aufgetreten, was aber nicht bedeutet, dass sie schon auf der Himburg lebten.

Fakt ist, dass der Stammvater Johann Hastrich und seine Frau Veronica nachweislich mindestens sechs Kinder hatten: Tillmann, Anna Maria, Timothea, Johann Gerhard, Matthias und Ida.

Irrtümer vorbehalten. September 2020.



Heiratseintrag von Tilmannus Hoestrig von Branscheid vom 22. November (9bris) 1667 mit Eva
Sohn v. Johannes Hastrich und Veronica von Brandscheid, der Anfang ...

Quelle: Diözesanarchiv Limburg a. d. Lahn / Kirchenbuch Kölbingen Kb 1 Trauungen 1662 - 1692
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung Diözesanarchiv Limburg/Lahn

1667, 22 9bris contraxit in facie
Ecclesia Tilmannus Hoestrig vid-
uus in Branscheidt cum Anulla
sua Eva ex parochia vulgo
zu Sanct Gilgenbergs pa-
tria Coloniensis



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Kontakt: infoätahnenforschung-hastrich.de
Mitglied Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde e.V.
Forschungszeitraum: 2005 - Heute


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